WordPress – Serverumzug mit Problemen

Wenn einer eine Reise tut,

kann er viel erzählen, aber auch bei einem WordPress Serverumzug.

Es begann mit einer Nachricht von Google mit folgendem Titel:

Nicht sichere Passworterfassungen lösen in Chrome 56 Warnungen wegen https://forum.fritzbox-kundendienst.de/ aus

WordPress Serverumzug mit Problemen

Wordpress ServerumzugZuerst gefiel mir natürlich Googles Meldung überhaupt nicht. Mir war nicht danach, eine meiner wichtigsten Sites von Google bestrafen zu lassen. Daher orderte ich zunächst ein SSL-Zertifikat, das ich auf meinem alten Server einrichten wollte.

Das hat jedoch nicht so recht geklappt. Dazu kamen noch gelegentliche Serverausfälle, dass ich mich kurzerhand entschloss, einen neuen Server einzurichten und alle Websites umzuziehen.

Dass das nicht einfach werden würde, war mir bewusst. Schließlich handelte es sich um zigtausend Dateien und mehrere Datenbanken mit hunderten von Tabellen. Daher war für mich klar, dass zuerst eine gute Recherche anstand.

Server vorbereiten

Parallel dazu bestellte ich den neuen Server mit Ubuntu 16.04 und Plesk 17. Leider war aber kein Plesk installiert, also fragte ich den Strato-Support, was ich denn tun solle. Mir wurde geraten, die OS-Version 14.04 mit Plesk 12.5 zu installieren, danach könne ich auf Plesk 17 updaten und von dort aus das System auf 16.04 aktualisieren.

Gesagt, und fast getan, aber ich fand keine Funktion zur Systemaktualisierung. Also wieder mal nur Mist erzählt.

Mittlerweile fand ich, im Übrigen von Strato, eine Anleitung, wie Plesk auf Ubuntu 16.04 nachinstalliert werden konnte. Also mußte der Server wieder auf den ursprünglichen Zustand hergestellt werden. Mittlerweile waren viele Stunden vergangen, aber mit der recht einfachen Anleitung gelang es mir, den Server wie gewünscht einzurichten.

Kopieren mit SSH

Zurück zur Recherche. Es gab nur wenige, wirklich brauchbare Informationen zum Thema WordPress Serverumzug. Eigentlich nur zwei. Beim einen wurde empfohlen, die Serverinhalte per SSH zu kopieren. Die Vorteile lagen klar auf der Hand: kein Down- und Upload, kopiert wird direkt zwischen altem und neuem Server.

Duplicator – WordPress Plugin

Aus welchem Grund auch immer, bei mir funktionierte es nicht, deswegen probierte ich die zweite, vielversprechende Methode mit Duplicator. Hier handelt es sich um ein WordPress-Plugin, das alle Daten und gleichzeitig die dazugehörende Datenbank einer Website in eine Zip-Datei einpackt und dazu einen Installer erstellt.

Den ersten Lauf machte ich mit einer kleinen und wenig besuchten Website. Boah, ich staunte nicht schlecht, der Umzug klappte tatsächlich ohne irgendein Problem. Also machte ich mich an die nächsten kleinen Sites. Alles lief perfekt.

Ich freute mich schon auf einen problemlosen Umzug der „wichtigeren“ Sites. Aber leider versagte Duplicator bei größeren Datenmengen klaglos. So blieb für die Mammut-Seiten nur der „harte“ Weg: Download der Serverfiles mit FileZilla und Datenbank-Dumping.

Download und Datenbank-Dumping

Zuerst kopierte ich also mit FileZilla jeden Website-Ordner via FTP auf meine Festplatte. Später kopierte ich diese Ordner als Sicherung in mein Archiv in den neuen Ordner „Server-Umzug-2017“. Desweiteren exportierte ich die jeweilige Datenbank als SQL-Dump ebenfalls auf meinen PC.

Nach dem Runterladen importierte ich zuerst die SQL-Dateien, die benötigten Datenbanken wurden ohne Murren angelegt. Die Ordner wurden mit FileZilla auf den neuen Server aufgespielt. Hier war das einzige Problem die Zeit, ansonsten lief alles hervorragend.

Abschlussarbeiten und Probleme

Nach der Datenübertragung wurden doch noch verschiedene kleine Probleme sichtbar. Einige Sites zeigten nur weiße Seiten an. Das ließ sich aber durch eine andere PHP-Einstellung in Plesk beheben.

Auch das Marketing-Plugin WP-Sharely machte wegen einer falschen Basedir-Einstellung etwas Ärger. Auf der Herstellerseite fand ich jedoch schnell eine Lösung. Aus der Datenbank mußten in PHPMyAdmin mehrere Zeilen gelöscht werden, dann war auch dieses Problem behoben.

Die ganze Aktion dauerte genau eine Woche für insgesamt 11 Domains und mehrere Subdomains und verlief insgesamt ohne Stress.


WordPress – Serverumzug mit Problemen